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Carsten Pörksen: Fluglärm

Pressemitteilung

Carsten Pörksen

„Die Antworten zur Anfrage der SPD-Kreistagsfraktion - den vermehrten Fluglärm im Kreis Bad Kreuznach betreffend - machen deutlich, dass unsere neue Ministerpräsidentin Malu Dreyer zurecht dieses Thema zur Chefinnensache machen will“, erklärte der SPD-Fraktionsvorsitzende Carsten Pörksen zum Schreiben des Lärmschutzbeauftragten der Hessischen Landesregierung.

Danach gibt es im Kreis Bad Kreuznach keine Ortschaften, die regelmäßig überflogen werden.

Sogenannte Eindrehvorgänge fänden nur bei östlichen Windverhältnissen, d.h. im jährlichen Mittel zu ca. 25-30 % statt. Zur Lärmbetroffenheit konnten keine Angaben gemacht werden, die Flughöhen dürften sich aber in einem Bereich bewegen, die keinesfalls „ Hochbetroffenheiten“ verursachen könnten.

In den Ruhezeiten zwischen 23 Uhr und 5 Uhr fänden keinerlei planmäßige Flugbewegungen statt, höchstens zulässige Ausnahmen. Bei Landungen um 5 Uhr müssten die Flugzeuge die betroffenen Gebiete einige Minuten vorher überfliegen. Das Lärmereignis selbst dürfte nur wenige Sekunden betragen. Die Zahl der Lärmereignisse könne nicht mitgeteilt werden; da aber in 70-75 % der Flüge der Kreis Bad Kreuznach nicht betroffen sei, fände insoweit auch kein Lärmereignis statt.

Im Landkreis Bad Kreuznach befänden sich keine stationären Lärmmessstellen; ob im Kreis schon mal gemessen worden sei, entzieht sich der Kenntnis des Lärmschutzbeauftragten. Bezüglich des Ablassens von Kerosin geschehe dies nur in Notfällen und keinesfalls heimlich. Nach Schätzung des Beauftragten geschehe dies in ca. 5-15 Notfällen pro Jahr in der gesamten Bundesrepublik, größtenteils über der Nord- und Ostsee.

Zusammengefasst bedeuten nach Auffassung Pörksens die Antworten, dass aus Sicht des Hessischen Lärmschutzbeauftragten die Veränderung der An- und Abflüge vom Flughafen Frankfurt keine einschneidenden Lärmbelästigungen für die Bewohner im Kreis Bad Kreuznach nach sich gezogen hätten. „Diese Feststellungen werden aber von vielen Bürgerinnen und Bürgern insbesondere in den Verbandsgemeinden Bad Münster a.St./Ebernburg, in der Verbandsgemeinde Bad Kreuznach und in der Stadt Bad Kreuznach nicht geteilt und deshalb werde ich die Ministerpräsidentin bei ihrem Einsatz zur Verbesserung des Lärmschutzes ausdrücklich unterstützen“, erklärte Pörksen.

Dabei warte er aber noch auf Antworten des Landrates bezüglich der Einschätzung der Entwicklung, die er inzwischen angemahnt habe.

 
 

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